Kongressbericht: Pilze haben 130 medizinische Eigenschaften

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Für das Institut MykoTroph nahm Frau Dr. Dorothee Bös am Heilpilz–Kongress in Kolumbien teil (8th International Medicinal Mushroom Conference). Über Ihre Erlebnisse und neue Erkenntnisse zum Heilen mit Pilzen berichtet sie hier.

Ein wichtiges Thema beim Internationalen Kongress für medizinische Pilze waren die zahlreichen Inhaltsstoffe und Wirkungen der Heilpilze. Gemäß Prof. Wasser besitzen diese ca. 130 medizinische Eigenschaften, darunter: entgiftend, immunmodulierend, antidiabetisch, antioxidativ, antitumoral, cholesterinsenkend, antientzündlich, antiarteriosklerotisch, antiviral, antibakteriell, antifungal, antiparasitiär, leberschützend und viele weitere.

Diese vielfältigen Wirkungen können durch die Komplexität und die große Anzahl der Inhaltsstoffe in Myzel, Fruchtkörper und Sporen erklärt werden. Außerdem stehen Pilze von ihrem Stoffwechsel her dem Menschen näher als den Pflanzen, daher sind ihre Inhaltsstoffe für uns so nützlich.

Im Myzel – also den meist unsichtbaren Bestandteilen des Pilzes – sind beispielsweise zahlreiche Enzyme, welche unsere Entgiftung unterstützen. Die sichtbaren Fruchtkörper enthalten Polysaccharide und Glykoproteine, die das Immunsystem balancieren und Polyphenole, die freie Radikale abwehren. Allerdings darf der Pilz oder auch das Pilzpulver nicht erhitzt werden, sonst wird die antioxidative Wirkung stark vermindert, da die Polyphenole hitzeempfindlich sind. Zu dieser Auffassung gelangte auch die Stiftung Warentest® unter Verweis auf die International Association of Food Protection in Iowa, USA.

Diese Hitzeempfindlichkeit der wertvollen Inhaltsstoffe ist übrigens auch ein Grund, warum MykoTroph von Pilzextrakten abrät, da diese oft durch Heißwasserextraktion gewonnen werden. Wir empfehlen dagegen die Verwendung von Pilzpulver vom ganzen Pilz (Mycel und Fruchtkörper), welches besonders schonend getrocknet wurde.

Das in den Pilzen enthaltene Chitin ist zusammen mit den Polysacchariden für eine positive Wirkung auf die Darmflora verantwortlich. Beide Substanzen wirken präbiotisch.

Ein weiterer interessanter Inhaltsstoff ist die Aminosäure Ergothionein. Diese ist fast nur in Pilzen und ganz besonders im Heilpilz Pleurotus zu finden. Sie besitzt scheinbar spezielle antioxidative Eigenschaften. Da oxidativer Stress zum Beispiel an der Entwicklung eines Morbus Parkinson beteiligt ist und speziell Parkinson-Patienten äußerst niedrige Ergothionein-Spiegel aufweisen, wird derzeit eine Studie mit Ergothionein und Parkinson-Patienten durchgeführt. Gefördert wird diese Studie von der Michael-J.-Fox-Stiftung.

So vielfältig wie die Pilze selbst ist also auch ihre biochemische Zusammensetzung. Sicher werden wir in den nächsten Jahrzehnten noch viele weitere, für den Menschen nützliche Eigenschaften, entdecken – 130 sind ja schon eine ganze Menge… 

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