Cordyceps sinensis

Chinesischer Raupenpilz – Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt dieser Pilz die Niere. Sie speichert unsere gesamte physische und psychische Energie und wird daher als „Wurzel des Lebens“ betrachtet. Cordyceps verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke.

Hier ist nicht nur das Organ Niere, sondern der ganze Funktionskreis im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin gemeint. Dies schließt auch die Geschlechtsorgane, die Knochen, das Knochenmark und die Ohren mit ein.

Der Cordyceps hat eine stärkende Wirkung auf die Geschlechtsorgane und auf das bei der Fortpflanzung und dem Geschlechtstrieb beteiligte neurologische System. Die Produktion von Geschlechtshormonen wird positiv beeinflusst. Dadurch kann der Pilz bei allen Problemen im Bereich der Geschlechtsorgane eingesetzt werden.

Ebenso wie die sexuelle Aktivität, steigert der Cordyceps durch seine vorteilhafte Wirkung auf die Atmungsorgane und das Herz auch die allgemeine physische Ausdauer. Auch die sportliche Leistungsfähigkeit kann mit dem Cordyeps gefördert werden. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da sich das Muskelgewebe schneller erholt. Auch die allgemeine Leistungs- und Regenerationsfähigkeit unter starken Dauerbelastungen anderer Art oder in der Rekonvaleszenz, kann durch den Cordyceps verbessert werden. Es wird vermutet, dass er die Fett- und Betaoxidation unterstützt und dabei den Glykogenverbrauch bei physischer Belastung hinauszögert.

Cordyceps reguliert auch das Immunsystem

Der Cordyceps hat großen Einfluss auf das Immunsystem, insbesondere die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der Makrophagen sowie der natürlichen Killerzellen und wirkt außerdem antibiotisch.
Bei Nierenfunktionsstörungen und Nephritis verbessert der Cordyceps die Kreatininclearance. Auch die Ablagerungen von Immunkomplexen in den Nierengängen bei Autoimmunerkrankungen der Niere können durch diesen Pilz verhindert werden. Die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde wird stimuliert, es kommt zur vermehrten Ausschüttung von körpereigenem Kortison und somit wird Stresssymptomen entgegengewirkt. Da sehr viele verschiedene Erkrankungen durch chronischen Stress entstehen können, ist der Cordyceps hier sehr vielseitig einsetzbar.

Aus chinesischer Sicht beherbergt die Niere nicht nur unsere physische, sondern auch unsere psychische Energie. Cordyceps kann daher sehr gut gegen Depressionen eingesetzt werden. Häufige Begleiterscheinungen – wie Mangel an Willenskraft, Motivation, Angst, Sorge und ein Gefühl der Leere – resultieren aus chinesischer Sicht aus einer Nierenschwäche.

Studien zufolge hemmt der Cordyceps die Monoaminooxidase (MAO). Schulmedizinisch werden MAO-Hemmer zur Behandlung von Depressionen und bei anderen neurologischen Störungen wie Morbus Parkinson, Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt.

Der Heilpilz Cordyceps wirkt außerdem gegen Unregelmäßigkeiten der Herztätigkeit, stärkt das Herz und trägt zur Senkung des unteren erhöhten Blutdruckwertes bei. Auch die Lunge kann durch diesen Pilz gestärkt werden. Es gibt positive Erfahrungsberichte beim Einsatz in der Behandlung von Asthma und Lungenentzündungen.

Ebenso kann in manchen Fällen von Tinnitus durch diesen Pilz eine Verbesserung erzielt werden.
Wie alle Adaptogene hat auch der Cordyceps eine leberschützende sowie eine antioxidative Wirkung: Die Superoxiddismutase (SOD) und die Gluthationperoxidase werden durch den Cordyceps aktiviert.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

  • Die Wirkung von Cordycepin ist vergleichbar mit der von Antibiotika: Das Wachstum von Clostridium perfringens und C. paraputrificum kann verhindert werden. Dabei kommt es nicht zu einer Zerstörung von Bifidobakterien und Laktobazillen wie beim Einsatz von Tetrazyklin und Chloramphenicol.
  • Die Makrophagen werden aktiviert. Über eine Stimulierung der Peyer’schen-Plaques wird das komplette Immunsystem angeregt.
  • Die Aktivität der natürlichen Killerzellen wird erhöht.
  • Eine Stunde nach Verabreichung kommt es zu einer dosisabhängigen Erhöhung der Kortikosteroide, die bis zu 24 Stunden anhalten kann.
  • Der Leberstoffwechsel wird verbessert.
  • Durch Gallenstauung bedingte Leberfibrose kann verhindert werden.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

  • Eigenschaften: süß, bitter, warm, trocken.
  • Stärkung von Lungen und Nieren (nährt das Lungen-Yin, tonisiert das Nieren-Yang).
  • Tonisierung von Qi und Yang.
  • Essenz, Xue und Wei Qi werden gestärkt / vermehrt.
  • Die Zirkulation von Qi und Xue wird verbessert.
  • Beruhigt Emotionen.
  • Blutbewegend und blutbildend.
  • Bei häufigem Wasserlassen.
  • Stärkt die sexuelle Energie und den unteren Rücken.
  • Hilfreich bei Gelenk- und Muskelschmerzen.
  • Bei Müdigkeit und Schwäche nach Erkrankung.
  • Zur Stärkung des Immunsystems (Aids, Krebs).
  • Gegen Rheuma.
  • Atemwegserkrankungen (Husten, Erkältung, Kurzatmigkeit, Asthma, Bronchitis).
  • Bei Entzündungen.
  • Bei Schlaflosigkeit und Nachtschweiß.
  • Bei unregelmäßiger Menstruation.
  • Verbessert Blut- und Sauerstoffversorgung des Körpers.

Stärkung der Lebensenergie

Hinweise auf medizinisch interessante Inhaltsstoffe der Cordyceps-Arten liefern uns zum Beispiel auch die Yaks. Diese zottigen Rinder leben in den Hochebenen Tibets. Während der Brunftzeit graben sie den „Chinesischen Raupenpilz“ (Cordyceps) aus, fressen ihn und kommen dadurch richtig gut in Fahrt. Diese stärkende Wirkung sowie die vielen Heilkräfte des Cordyceps sind in bis zu 2.000 Jahre alten chinesischen Kräuterbüchern dokumentiert. Neben den beschriebenen Wirkungen dient der Cordyceps allem voran der Stärkung der Lebensenergie Qi.

Quellen

  • Young-Joon Ahn, Suck-Joon Park, Sang-Gil Lee, Sang-Cheol Shin, Don-Ha Choi: „Cordycepin:Selective Growth Inhibitor Derived from Liquid Culture of Cordyceps militaris against Clostridium spp. J. Agric“;. Food Chem. 2000, 48, 2744-2748
  • Jong-Ho Koh, Kwang-Won Yu, Hyung-Joo Suh, Yang-Moon Choi, Tae-Seok Ahn: „Activation of Macrophages and the Intestinal Immunsystem by an Orally Administered Decoction from Cultured Mycelia of Cordyceps sinensis.“; Biosci. Biotechnol. Biochem., 66 (2), 407-411, 2002
  • Xu Ren-He, Peng Xiang-E, Chen Guo-Zhen, Chen Guo-Lin: „Effects of Cordyceps sinensis on Natural Killer Activity and Colony Formation of B16 Melanoma.“; Chinese Medical Journal, 105 (2):97-101, 1992
  • Seu-Mei Wang, Li-Jen Lee, Wan-Wan Lin, Chun-Min Chang: „Effects of a Water-Soluble Extract of Cordyceps sinensis on Steroidogenesis and Capsular Morphology of Lipid Droplets in Cultured Rat Adrenocortical Cells.“; Journal of Cellular Biochemistry 69: 483-489 (1998)
  • Noboru Manabe, Miki Sugimoto, …: „Effects of the Mycelial Extract of Cultured Cordyceps sinensis on In Vivo Hepatic Energy Metabolism in the Mouse.“; Jpn. J. Pharmacol. 70, 85-88 (1996)
  • Ji-Xing Nan, Eun-Jeon Park, …: „Antifibrotic Effect of Extracellular Biopolymer from Submerged Mycelial Cultures of Cordyceps militaris on Liver Fibrosis Induced by Bile Duct Ligation and Scission in Rats.“; Arch Pharm Res Vol 24, No 4, 327-332, 2001
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: „Moderne Mykotherapie“; Hinckel Druck, 2008
  • Hobbs, C.: „Medicinal Mushrooms“, Botanica Press, 1995

Hinweis: Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Vitalpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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