Natürliche Entgiftung und Entschlackung

Aktivierung der körpereigenen "Müllabfuhr" mit Hilfe von Heilpilzen

Tagtäglich sind wir zahlreichen Gift- und Fremdstoffen ausgesetzt. Einerseits sind es Stoffe, die in unserem körpereigenen Stoffwechsel entstehen (Endotoxine), andererseits sind es Fremdstoffe, die wir aus unserer Umgebung aufnehmen (Exotoxine). Kommt die körpereigene "Müllabfuhr" mit der Ausleitung von Giftstoffen und Schlacken nicht mehr nach, dann fühlen wir uns müde und schlapp, werden vergesslich und antriebslos und unsere Leistungsfähigkeit ist vermindert. Ist die Entgiftungsfähigkeit unseres Körpers aber dauerhaft gestört, dann leidet nicht nur unser allgemeines Wohlbefinden, sondern es zeigen sich Symptome mit mehr oder weniger stark ausgeprägten und auch chronisch verlaufenden Beschwerdebildern. So können unter anderem Hauter­scheinungen, eine geschwächte Abwehrlage, Bilder des rheumatischen Formenkreises, allergische Reaktionen oder ein allgemeiner Vitalitätsverlust in Kombination mit depressiven Verstimmungen auftreten.

Regulationsfähigkeit des Organismus

Ist der Organismus mit Toxinen überlastet, bleibt er nicht untätig, sondern leitet Gegenmaßnahmen ein. Er versucht, das toxische Gefahrenpotenzial zu entschärfen oder zu eliminieren. Gelingt das nicht, werden die Gifte im extrazellulären Raum als Ablagerungen gespeichert. Es setzt ein Teufelskreis ein: Je mehr Schadstoffe zugeführt werden, desto weniger kommt der Körper mit seinen Entgiftungsfunktionen nach und im Laufe der Zeit bildet sich dort eine Schlackenhalde. Ist diese überladen, können Reize und Belastungen nicht mehr ausreguliert werden.

Da aber alle Regelsysteme des Organismus miteinander vernetzt sind, gefährdet die "Schlackenhalde" allmählich ihr sensibles Ordnungssystem, so dass in der Folge chronische Erkrankungen entstehen.

"Die Krankheit ist nichts anderes als die Anstrengung der Natur, die zum Schutz des Kranken mit all ihrer Kraft daran arbeitet, die verdorbene Materie auszustoßen." Dieser Ausspruch von Thomas Sydenham, einem englischen Arzt des 17. Jahrhunderts, verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Ausscheidungsreaktionen des Körpers nicht zu unterdrücken, sondern den Organismus in seiner Entgiftungsfunktion zu stärken. Denn ist ein Ausscheidungsorgan unfähig, seine Arbeit zu verrichten, werden die Abfallstoffe zu einem anderen Ausgang umgeleitet. Wird die Ausleitung durch symptombekämpfende Mittel gestoppt, werden die Schlacken alterna­tiv zu einem anderen Organ umgeleitet und äußern sich dort mit neuen Störungen.

Entgiftungsmittel aus der Natur – Heilpilze vitalisieren und entschlacken ganz natürlich

Heilpilze besitzen ein großes Spektrum an wissenschaftlich nachgewiesenen therapeutischen Möglichkeiten. Ihre positive Wirkung in der Therapie und der Gesundheitsvorsorge erklärt sich durch eine Vielzahl ernährungsphysiologisch und pharmakologisch wichtiger Subs­tanzen. Die bedeutendsten bekannten Wirkstoffe der Heilpilze sind ihre Glykoproteine und ß-Glykane (Bestandteile der Proteoglykane) und ihre Triterpene.

Glykonährstoffe, die "heilenden Zucker"

Bei "Zucker" denkt man natürlich zunächst an raffinierten Zucker, aber Zucker ist nicht gleich Zucker! Die in Heilpilzen enthaltenen "essenziellen Zucker", auch Glykonährstoffe genannt, spielen eine große Rolle im Zusammenspiel unserer Körperfunktionen. Z. B. kommen im Reishi Glykoproteine vor, die Glukose, Galaktose, Mannose mit Spuren von Xylose und Fuctose enthalten. Dazu ist es wichtig zu wissen, welch mannigfaltige Funktionen diese "essenziellen Zucker" ausüben. So sind sie maßgeblich an der Gewebserneuerung und den intelligenten Interaktionen zwischen den Zellen beteiligt. Ebenso sind sie für die Produktion von Zytokinen notwendig und zudem bei der Eindämmung von Entzündungen, der Senkung des Blutzucker- und des Triglyzeridspiegels, der Hemmung des allergischen und tumo­ralen Geschehens sowie der Stimulierung des Gedächtnisses und der Lernfähigkeit von Bedeutung. Ganz generell sind diese Zucker der Energielieferant schlechthin für unseren Organismus.

Unterstützung der Ausscheidungsorgane

Bestimmte Pilze haben einen besonderen Bezug zu einzelnen Organen. Durch ihren Einsatz können daher Niere, Leber, Lunge, Darm und Lymphsystem in Ihrer Funktion ganz gezielt gestärkt werden. Denn nur wenn unsere Ausscheidungsorgane gut funktionieren, wird auch die Ausleitung von Giftstoffen ermöglicht.

Der Pilz Reishi, lat. Ganoderma lucidum, hat einen besonderen Bezug zur Leber. Diese ist als zentrales Stoffwechsel­organ hauptsächlich für die Entgiftung zuständig. Die Leber ist auch die Instanz für die Kontrolle und Verarbeitung der meisten Stoffe, die der Körper ent­weder unschädlich machen muss oder die er zum Aufbau eigener Substanzen braucht. Die im Reishi enthaltenen natürlichen Subs­tanzen helfen, die Leber zu stärken, damit sie ihre Schwerstarbeit reibungslos ausführen kann. Für die hepatoprotektiven Aktivitäten des Reishi ist vor allem die Ganoderische Säure R bedeutsam. Anzuraten ist er auch bei Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebsschwäche und dem Chronischen Fatigue Syndrom (CFS), denn chronische Müdigkeit ist das Schmerzsignal der Leber. Er wirkt blutreinigend und fördert die Ausscheidung fettlöslicher Giftstoffe.

Der Pilz Hericium erinaceus fördert durch seine Erinacine den gesunden Aufbau der Magen- und Darmschleimhaut. Damit begünstigt er die Entgiftung über den Verdauungstrakt und verringert eine eventuell vorhandene Durchlässigkeit der Darmwand. Durch die Instandsetzung der Darmschleimhaut wird auch die Schutzbarriere, die dafür verantwortlich ist, dass keine Toxine, Mikroorganismen oder pathologischen Stoffwechselprodukte in den Körper gelangen, wieder aufgebaut. Der Heilpilz Hericium ist auch interessant bei Nahrungsmittel­unverträglichkeiten oder Störungen der Darmflora nach Antibiotikagabe. Da ein gesundes Darmmilieu für den gesamten Organismus wichtig ist, sollte er in einer Basistherapie nicht fehlen, wobei sich eine kombinierte Einnahme mit dem Pleurotus ostreatus als empfehlenswert erwiesen hat. Der Heilpilz Pleurotus besitzt nämlich eine präbiotische Wirkung, und unterstützt so den Körper, indem er die Schleimhaut wieder mit den lebenswichtigen Bakterienkulturen besiedelt und so hilft, die Mikroflora im Darm wieder herzustellen.

Die Erfahrungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zeigen, dass der Polyporus umbellatus einen starken Bezug zum Lymphsystem hat. Er wirkt entwässernd und aktiviert den Lymphfluss. In Anbetracht der heutigen hohen Schadstoffbelastung aus der Umwelt ist dies besonders wichtig, denn ein geschwächtes Lymphsystem stört die Entgiftungsprozesse des Körpers ganz erheblich. Um das Fließsystem bei einer Entgiftungstherapie zu unterstützen, sollte daher immer an diesen Pilz gedacht werden. Auch bei Entzünd­ungen treten häufig lymphatische Schwellungen auf, die auf eine Störung des Lymphsystems hinweisen. Gelöste Schlackenstoffe nützen aber gar nichts, wenn nicht auch der Abtransport gewährleistet wird, denn die Entgiftung setzt erst nach Beseitigung der Abfluss-Störung ein.

In Studien wurde nachgewiesen, dass durch die Gabe der Pilze Shiitake, Reishi und Coriolus die Glutathion-Synthese im Organismus gesteigert und somit das körpereigene Entgiftungspotenzial maximiert wird. Glutathion findet sich in den meisten Zellen, fungiert als antioxidativ wirksamer Stoff und unterstützt die Aktivitäten der Radikalfänger Vitamin C und E. Bei der Entgiftung spielt Glutathion eine wichtige Rolle, da es Gifte wie etwa Schwermetalle, Lösungsmittel und Pestizide bindet und sie so transformiert, dass sie durch den Urin oder durch die Galle ausgeschieden werden können.

Man muss auch davon ausgehen, dass die Ausleitungsorgane durch vermehrte Aufnahme von säurehaltigen Lebensmitteln überfordert werden können. Überschüssige Säuren werden jedoch im Bindegewebe und im gelenknahen Gewebe eingelagert. Dies äußert sich dann z. B. in Verspannungen, rheumatischen Beschwerden oder Gicht. Hier können Heilpilze helfen, die Übersäuerung abzubauen. In der Praxis hat sich dabei besonders der Shiitake bewährt.

Der Cordyceps wiederum fördert die Ausscheidung wasserlöslicher Gifte über die Niere. Er unterstützt die Nierenfunktion und gilt als Energielieferant für Körper und Geist. Zudem beschleunigt er die Regeneration, stimuliert das Immunsystem und wirkt sexuell anregend wie ein natürliches Aphrodisiakum. Auch die sportliche Leistungsfähigkeit wird durch ihn gefördert, während er nach dem Sport regenerierend wirkt. Deshalb gilt der Cordyceps bei Sportlern auch als Geheimtipp zur Leistungssteigerung. Bei sportlicher Betätigung im aeroben Bereich wird übrigens mit Hilfe des Cordyceps und auch des Reishi darüber hinaus die Abatmung von CO2 gesteigert. So wird über die Lunge entgiftet, bzw. einer Übersäuerung vorgebeugt.

Heilpilzpulver vom ganzen Pilz enthält alle für die Entgiftung notwendigen Enzyme

Heilpilze enthalten – und das ist einmalig – sowohl alle für die Phase I als auch für die Phase II der Entgiftung erforderlichen Enzyme, bzw. unterstützen unsere eigenen Entgiftungssysteme. Das ist von enormer Bedeutung, denn in Phase I werden die Gifte zunächst nur aufgespalten, um erst danach in der Phase 2 in eine ausscheidungsfähige Form umgewandelt zu werden. Es liegt daher auf der Hand, dass nur mit den Enzymen beider Phasen wie sie im Heilpilzpulver vom ganzen Pilz vorliegen eine effiziente Entgiftung erfolgen kann. Wichtig ist auch zu wissen, dass man nur Heilpilzpulver verwenden sollte, dass während des Verarbeitungsprozesses nur Temperaturen bis maximal 40° C ausgesetzt wird, weil bei höheren Temperaturen - wie z. B. für die Herstellung der meisten Extrakte vonnöten - nahezu alle Enzyme zerstört werden.

Auch B-Vitamine und Aminosäuren spielen eine wichtige Rolle im Abbau von Gift- und Fremdstoffen. Heilpilze enthalten alle essenziellen Aminosäuren und sind reich an B-Vitaminen, so dass sie auch unter diesem Aspekt eine wichtige therapeutische Rolle spielen.

Als besonders wertvoll hat sich zudem ein 100-prozentig natürlicher und pflanzlicher Vitamin B-Komplex mit allen acht B-Vitaminen in Kombination mit dem Heilpilz Pleurotus erwiesen.

Fazit

Die Unterstützung der Entgiftungsleistung unseres Körpers durch Heilpilze ebnet das Terrain für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Wichtig ist es, dem Körper bei der Entgiftung Zeit zu geben, sich zu bewegen und viel zu trinken. Krankheit ist nicht schicksalsgewollt – unsere Lebensweise ist zum größten Teil dafür verantwortlich.

Quellen

  • Pies, Josef: "Heilende Zucker: Gesund durch Glykonährstoffe"; VAK Verlags GmbH, Auflg. 2007
  • Bianchi, Ivo, Prof. Dr. med: "Moderne Mykotherapie", Hinkel Druck, 2008
  • Vasey, Christopher: "Die Entgiftung des Körpers"; Heyne Verlag, 1997
  • Heine, Hartmut: "Lehrbuch der biologischen Medizin: Grundregulation und Extrazelluläre Matrix"; Hippokrates-Verlag, 1997
  • Pischinger, Alfred: "Das System der Grundregulation: Grundlagen einer ganzheitsbiologischen Medizin"; Karl F. Haug Fachbuchverlag

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.