Gicht

Heftige Schmerzen im Grundgelenk der großen Zehe sind oft das erste Symptom einer Gichterkrankung.

Ursache der Gicht ist eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Harnsäurekonzentration im Blut er­höht ist. (Hyperurikämie). In der Folge bilden sich Harnsäurekristalle (Urat-Kristalle), die sich in Gelenken, Sehnen, Schleimbeuteln, Ohrmuscheln, in der Haut und den Nieren ablagern. Heftige Gelenkentzündungen und Gelenkschäden können die Folge sein. Bleibt Gicht unbehandelt, kann es zu Nierensteinen und bleibenden Nierenschäden kommen.

Warum aber steigt der Harnsäurespiegel eigentlich an?

Es gibt viele verschiedene Auslöser, die den Harnsäurespiegel unkontrolliert ansteigen lassen und so den Ausbruch von Gicht be­günstigen. Darunter zum Beispiel bestimmte Krankheiten, Medikamente, einseitige und ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Daher wird die Gicht auch als "Wohlstandserkrankung" bezeichnet. Harnsäure wird zum einen aus der Nahrung aufge­nommen, zum anderen aber auch im Körper selbst produziert und zum größten Teil über die Niere wieder ausgeschieden. Bei vielen Gichtkranken besteht zudem noch eine angeborene Neigung zu einem erhöhten Harnsäurespiegel.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Gicht-Erkrankung

Die primäre Form ist eine angeborene bzw. erworbene Stoffwechselstörung. Ursache der Erkrankung ist fast immer eine Fehlfunktion der Niere, die nicht ausreichend Harnsäure ausscheiden kann. Seltener tritt als Ursache die Überproduktion von Harnsäure auf.

Bei der sekundären Form der Gicht sind andere Erkrankungen ursächlich für einen erhöhten Harnsäurespiegel, insbesondere Tumor­erkrankungen und Bestrahlungen in der Krebstherapie, Blutarmut und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Zytostatika. Wird bei der sekundären Form nicht genügend Harnsäure ausgeschieden, liegen die Ursachen in Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, plötzlichem Fasten, harntreibenden Mitteln oder auch übermäßigem Alkoholkonsum - insbesondere gilt dies für den Genuss von Bier und Rotwein.

Wer ist betroffen?

80 Prozent der Gichtpatienten sind Männer, meist zwischen ihrem 40. und 60. Lebensjahr. In den Industrienationen hat in diesem Lebenszeitraum etwa jeder 5. Mann einen zu hohen Harnsäurespiegel. Frauen trifft es viel seltener und üblicherweise nicht vor dem Einsetzen der Wechseljahre. Die Gicht geht oft mit Übergewicht, Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck - auch als Metabolisches Syndrom bekannt - einher.

Typische Symptome einer Gichterkrankung

Beim ersten akuten Gichtanfall ist in 60 Prozent der Fälle das Großzehengrundgelenk betroffen. Der Anfall geht mit akutem Fieber, starken Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Hitze im betroffenen Gelenk und Schmerzen unter Bewegung einher. Neben dem großen Zehengelenk können gelegentlich auch das Sprunggelenk, die Fußwurzel oder das Kniegelenk betroffen sein. Selten tritt ein Gichtanfall auch in den Finger-, Hand- oder Ellenbogengelenken auf.

Gicht verläuft in vier Phasen

Die Erkrankung beginnt mit der dauerhaften Erhöhung des Harnsäurespiegels, wobei meist über einen längeren Zeitraum keine Symptome auftreten. In der zweiten Phase kommt es dann zu einem akuten Gichtanfall. Die dritte Phase wird auch "interkritische Phase" genannt und bezeichnet eine beschwerdefreie Zeit zwischen zwei Anfällen, die sich über mehrere Jahre erstrecken kann. In der heutigen Zeit kommt es aufgrund guter medizinischer Versorgung und Behandlung nur noch selten bis zur vierten Phase, der chronischen Gicht mit irreversiblen Gelenkveränderungen aufgrund der Ablagerung von Harnsäurekristallen zum Beispiel in der Ohrmuschel und den Nieren, die bis hin zur Niereninsuffizienz führen kann.

Gesunde Ernährung und geringer Alkoholkonsum sind die beste Prävention

Das langfristige Ziel jeder Gichttherapie ist es, die Harnsäurewerte zu normalisieren. Neben konventionellen Medikamenten zur Gicht­behandlung, die entweder die Harnsäureausscheidung unterstützen, oder die Harnsäurebildung reduzieren bzw. bei einem akuten Gichtanfall zunächst einmal die Schmerzen mindern, kann man die Erkrankung erheblich verbessern, indem auslösende Faktoren konsequent gemieden werden. Das bedeutet: Prävention ist bei Gichterkrankungen das A und O. Dazu sollte eventuelles Übergewicht - am besten mit viel Bewegung - abgebaut und der Alkoholkonsum stark eingeschränkt oder bestenfalls ganz eingestellt werden. Wichtig ist eine fett- und zuckerarme Ernährung und der Verzicht auf purinhaltige Nahrungsmittel wie Innereien, Fleisch, Fisch, Hülsen­früchte und Spargel. Sehr hilfreich ist die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit (täglich mindestens 2 Liter stilles Wasser oder ungesüßter Kräutertee), denn so kann sich weniger Harnsäure in der Niere ablagern.

Heilpilze haben sich sowohl vorsorglich als auch in der Behandlung der Gicht gut bewährt

Heilpilze sind ein zu 100 Prozent natürliches Heilmittel und eignen sich neben der Behandlung eines erhöhten Harnsäurespiegels auch als vorbeugende Maßnahme bei bekannter ererbter Veranlagung von Gicht und bei akuten Gichtschüben.

In der Mykotherapie kommen insbesondere der Shiitake, der Cordyceps und der Reishi zum Einsatz, da diese Pilze eine entzündungs­hemmende und schmerzstillende Wirkung haben und darüber hinaus als blutreinigend gelten.

Der Shiitake ist außerdem bekannt für seinen positiven Einfluß auf den Cholesterinspiegel. Klinische Versuche belegen, dass er schon nach kurzer Zeit den Gesamtcholesteringehalt, das VLDL- und LDL-Cholesterin sowie den Blutdruck deutlich senkt und zudem das HDL anhebt. Da Gicht häufig mit erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck einhergeht, leistet der Heilpilz Shiitake wichtige Unter­stützungsarbeit in der Behandlung. Er übt zudem eine basische Wirkung auf den Organismus aus, zeigt erfahrungsgemäß eine besondere Wirkung auf die Gelenke und wirkt schmerzlindernd bei akuten Anfällen.

Auch der Reishi leistet gute Dienste bei der Regulierung des Blutfettspiegels und kann Studien zufolge den Cholesterinspiegel deutlich senken. In verschiedenen Untersuchungen konnte zudem nachgewiesen werden, dass die Inhaltsstoffe des Reishi antioxidative und radikalfangende Eigenschaften besitzen. So können altersbedingte Schädigungen der Leber, des Herzens und der Nieren reduziert werden. Er wirkt präventiv gegen Entzündungen und hemmt auch bereits bestehende Entzündungen im Körper. In Kombination mit dem Cordyceps, der unter anderem zur Stärkung der Leber- und Nierentätigkeit zum Einsatz kommt, bildet er ein schlagkräftiges Duo in der Behandlung von Gichterkrankungen.

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.