Magen-Darm-Erkrankungen

 
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Entgiftung und Entschlackung, Ernährung, Stress, Immunsystem, Adenosin, Triterpene, Adaptogene, Auricularia, Coprinus, Hericium,
Maitake, Pleurotus, Reishi


Synonyme / Verwandte Begriffe

Colitis Ulcerosa, Darmentzündung,
Durchfall, Gastritis,
Magen-Schleimhautentzündungen,
Morbus Crohn, Störung der Darmflora,
Ulcus ventriculi, Zöliakie, Diarrhoe, Obstipation, Refluxerkrankung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen
 

Der Tod sitzt im Darm

Wenn wir sagen "das ist mir auf den Magen geschlagen", kann das mehrere Ursachen haben: falsche Ernährung, zu viel Alkohol, hektische Mahlzeiten, zu wenig Bewegung, Stress, Mineralstoffmangel, Ärger und vieles mehr können das ansonsten sehr an­passungsfähige Organ schädigen.

Das eigenständige und hoch organisierte Nervennetz rund um Magen und Darm spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen. Die Darmschleimhaut hat eine Oberfläche von circa 300 Quadratmetern und ist von mehr als 100 Millionen Nerven­zellen umhüllt. Sie wird täglich mit einer beachtlichen Menge an Fremdstoffen kon­frontiert. Somit ist der Darm das zentrale Organ für unseren Stoffwechsel und das Immunsystem.

Stress als Auslöser

Bei allen Magen-Darmstörungen ist auch das autonome Nervensystem und besonders der Anteil des Para­sympathikus beteiligt. Das erklärt, warum Stress sich als Reizmagen oder Reizdarm bemerkbar machen kann. Hier hat sich der Reishi bewährt. Das im Pilz enthaltene Adenosin wirkt entspannend, ausgleichend und beruhigend auf die Magen- und Darmmuskulatur. Die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Kontraktion der glatten Muskulatur wird herabgesetzt.

"Meine nervösen Magen- und Darmprobleme haben mich arg gequält. Immer nach dem Essen hatte ich Durchfall. Mit den Heilpilzen haben sich meine Probleme nach und nach gebessert und jetzt nach zwei Jahren ist der Durchfall sogar ganz weg." Herr B. K. aus Büdingen

Außerdem hilft der Reishi durch seinen hohen Gehalt an Triterpenen (die überwiegend im Fruchtkörper des Pilzes enthalten sind), die bei Stress vermehrte Histaminausschüttung zu regulieren. Durch die Inhaltsstoffe des Hericiums wird zusätzlich die Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut angeregt. Untersuchungen am Food Research Institute in Prag zeigten, dass der Pleurotus ostreatus (Austernpilz) das Wachstum probiotischer Bakterien unterstützt. Die Produktion von Laktobazillen, Enterokokken und Bifidobakterien wird erhöht. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Darmflora und das im Darm befindliche Immunsystem aus.

Gastritis und Ulcus

Gastritis und Ulcus werden durch Autoimmunprozesse, Bakterien (Helicobacter Pylori), Medikamente und Stress verursacht. Es liegt ein Missverhältnis von schleimhautschützenden (Schleim, Bikarbonat, Prostaglandin) und aggressiven Faktoren (Magensäure, Proteasen und entzündliche Reaktionen) vor. Hier wirken die im Reishi enthaltenen Triterpene (zyklische Kohlenwasserstoffe) antientzündlich. Bei Entzündungsprozessen, Stress, Alkohol und zahlreichen Arzneimitteln kommt es zu vermehrter Histaminausschüttung. Die Triterpene des Reishi wirken hemmend auf eine überhöhte Freisetzung des Histamins im Körper. Generell wirken Heilpilze ausgleichend und regulierend. Bei Entzündung und Gewebeverletzung produziert der Körper den Nervenwachstumsfaktor (NGF), der auch durch die im Hericium enthaltenen Erinacine verstärkt gebildet wird. Italienischen Wissenschaftlern ist es mit Hilfe des NGF gelungen, bei Magen- und Darmgeschwüren einen Heilungsprozess herbeizuführen. Deshalb ist eine Kombination von Reishi und Hericium hier angezeigt. Zusätzlich kann die Gabe von Auricularia empfohlen werden, der die Schleimhäute befeuchtet und somit schützt.

Refluxerkrankung

Sodbrennen, Reflux und Reizmagen sind eng miteinander verbunden. Schauplatz des Sodbrennens ist die Speiseröhre. Die Hauptaufgabe der Speiseröhre ist der Transport der Speise vom Mund in den Magen. Oben verschließt der Kehlkopf die Speiseröhre, nach unten ist sie durch einen Schließmuskel (sogenannter unterer Ösophagussphinkter) zum Magen hin verschlossen.

Jeder Rückfluss von Mageninhalt in Richtung Speiseröhre wird als Reflux bezeichnet. Wenn der saure Mageninhalt durch zu wenig Gallen­fluss im Zwölffingerdarm nicht wieder im pH-Wert angehoben wird, kommt es zu einem Gärprozess im Magen und der saure Speisebrei drückt gegen den Speiseröhrenschließmuskel. Die Schleimhaut der Speiseröhre wird geschädigt und es entsteht ein bren­nendes Gefühl – das Sodbrennen. Auch sind Entzündungen der Speiseröhre möglich.

Durch seine Inhaltsstoffe schützt und regeneriert der Hericium die Schleimhäute. Um den Entzündungen entgegenzuwirken, wird zusätzlich der Reishi empfohlen. Beide Pilze sind reich an Aminosäuren. Bei Entzündungen, Infekten und vielen anderen Krankheiten können nämlich die Konzentrationen der Aminosäuren verändert sein. Hier kommt auch die adaptogene Wirkung der Heilpilze zum Zuge.

Obstipation und Diarrhoe

Wenn Verstopfungen auftreten, die natürlich vielerlei Ursache haben können, hat sich generell der Coprinus als abführend erwiesen. Ist die Verstopfung durch Trockenheit bedingt, befeuchtet und stärkt der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge der Heilpilz Auricularia die Schleimhäute und löst diese Art von Verstopfung. Zusätzlich empfiehlt sich auch der Reishi, da er die Magen- und Darm­muskulatur entspannt und ausgleicht. Auf eine ausreichende Trinkmenge sollte geachtet werden!

Durchfall ist weniger eine Krankheit, sondern viel mehr ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann. Er ist gekennzeichnet durch mehr als drei breiige Stuhlgänge täglich.

Durchfall kann auch durch histaminreiche Nahrungsmittel oder Stress bedingt sein. Auf jeden Fall können hier die Triterpene des Reishi ansetzen und hemmend auf die Freisetzung des Histamins im Körper wirken. Durchfall kann auch Folge von Hitze sein; laut TCM leitet der Reishi diese Hitze aus. Erfahrungsgemäß hat der Maitake bei länger anhaltenden Durchfällen eine stopfende Wirkung bewiesen. Aufgrund ihrer regenerierenden Wirkung auf die Magen- und Darmschleimhaut sollten ergänzend auch immer der Hericium und der Pleurotus eingenommen werden.

"Ich litt über Monate unter langanhaltendem Durchfall sowie unter wässrigem Stuhl mit Schleim. Die bisherige Behandlung mit Antibiotika, Cortison etc. hat mir überhaupt nicht geholfen. Bereits kurze Zeit nachdem ich begann, den Heilpilz Hericium einzunehmen, verbesserte sich mein Zustand und jetzt geht es mir sehr gut." Herr M. S. aus Frensdorf

Chronische Darmerkrankungen

Zu den wichtigsten Formen der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gehören die Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Die Darmschleimhaut ist dabei chronisch entzündet. Aufgrund ihrer antientzündlichen und schleimhautschützenden Wirkungen gibt man die Pilze Hericium und Reishi auch zwischen den Schüben. Zudem hat sich hier der Heilpilz Pleurotus sowie auch Weihrauch gut be­währt.

Bei Erkrankungen von Colon und Rektum sind häufig die Wasserrückresorption, der Elektrolythaushalt und die Motilität betroffen. Deshalb gehen sie oft mit Durchfällen oder Verstopfung einher. Ist der Stuhl zu wässrig, hat sich die Kombination von Hericium, Reishi und Maitake bewährt. Bei zu fester Stuhlkonsistenz wird der Hericium zusammen mit dem Reishi und dem Auricularia empfohlen.

Heilpilze regulieren entzündliche Prozesse und stressbedingte Entgleisungen. Sie sollten so lange eingenommen werden, bis der Körper die Eigenregulation wieder selbst vornehmen kann. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung, Zufuhr von Ballaststoffen und ausreichender Flüssigkeitszufuhr ist dabei wichtig. Ebenso sollte unbedingt auf einen ausreichenden Gallenfluss geachtet werden.

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.