Erkrankungen des Bewegungsapparates

Der Bewegungsapparat setzt sich aus Knochen, Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen zusammen. Bewegung bedeutet vorwärtskommen, Neues entdecken, Freiheit und Weiterentwicklung. Über die Bewegung wird die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel- und die Verdauung angeregt und die Lymphe in Fluss gehalten.

Im Laufe der Entwicklung haben sich die Haltungsbedingungen für unsere Haustiere verändert. Hatte die Katze früher die Aufgabe, Mäuse zu fangen und konnte nach Herzenslust durch Wiesen und Felder streunen, sind ein Großteil der Katzen aufgrund veränderter Wohnbedingungen heute Stubentiger. Viele Hunde führen ein Leben als Couch-Potato, Spaziergänge werden oft in Hetze nach der Arbeit verrichtet.

Während Bello den ganzen Tag auf dieses Erlebnis gewartet hat, möchte Herrchen den Spaziergang nach einem langen Ar­beits­tag möglichst schnell beenden. So verwundert es nicht, wenn der Hund diesem „Druck“ manchmal nicht mehr standhalten kann. Durch die relativ frühe Einschränkung der Bewegungsfreiheit und veränderte Umweltbedingungen kommt es heute schneller zu Erkrank­ungen des Bewegungsapparates.

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Zu den wichtigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates zählen Gelenkerkrankungen und Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Gelenk­erkrankungen Arthritis und Arthrose kommen bei Hunden und Katzen sehr häufig vor.

Arthritis bei Tieren

Bei der Arthritis handelt es sich um eine akute Gelenkentzündung. Schädigung oder Verletzung kommen als Ursache in Betracht. Das betroffene Gelenk ist fast immer geschwollen, schmerzempfindlich, fühlt sich heiß an und wird geschont.

Arthrose – anhaltender Gelenkverschleiß

Die Arthrose ist eine chronisch degenerative Gelenkerkrankung. Als Ursache kommen Traumen, nicht ausgeheilte Arthritis, aber auch Fehl- und Überbelastungen in Betracht. Es kommt zu einer Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialis), welche die Ernährung des Gelenkknorpels beein­träch­tigt.

Dadurch treten Schäden am Knorpel auf und die Gelenkflächen werden zerstört. Als Folge kommt es zu einer fortschreitenden Umgestaltung der Gelenke mit Knochenwulstbildungen am Gelenkrand. Symptome sind Lahmheiten und Bewegungseinschränkungen verschiedenen Schwere­grads.

Erkrankungen der Wirbelsäule

Zu den häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule zählen beim Hund die Spondylose und der Bandscheibenvorfall. Bei der Spondylose handelt es sich um brückenförmige Zubildungen von Knochensubstanz (Exostosen) mit degenerativen Prozessen in den Zwischen­wir­bel­scheiben (Diskus). Diese treten vorwiegend im Hals- und Lendenwirbelsäulenbereich auf. Als Ursache kommen Trauma, Entzündung und  Mesenchymschädigung (Schädigung des embryonalen Bindegewebes) in Frage.

Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es entweder zu einem Vorfall der verhärteten Zwischenwirbelscheibe (Diskus) in den Rückenmarkskanal oder zu einem Austritt der Nucleus­masse (Kernmasse) in den Rückenmarkskanal. Dies ist verbunden mit einer Komprimierung (Quetschung) des Rückenmarks mit Lähmungserscheinungen und/oder Schmerzen.

Häufig kommt es als Folge von Erkrankungen der großen Gelenke wie bei Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie oder Osteo­chon­drose zu einem vermehrten Muskelabbau (Muskelatropien).

Vitalpilze

Basispilze bei Erkrankungen des Bewegungsapparates sind der Reishi und der Shiitake. Der Reishi wirkt entzündungshemmend und hat eine kortisonähnliche Wirkung. Außerdem verbessert er die Durchblutung, die Sauerstoffversorgung und die Blutzufuhr im Gelenk. Zu­sammen mit dem Shiitake wirkt er stark schmerzstillend. Der Shiitake ist in der Lage, Deformationen der Gliedmaßen zurückzubilden. Auricularia fördert die Durchblutung, verbessert die Fließfähigkeit des Blutes und somit die Sauerstoffversorgung.

Er hat zudem eine be­feuchtende und entzündungshemmende Wirkung auf die Gelenkschleimhaut. Der Pleurotus stärkt die Sehnen, Bänder und Knorpel. Er verbessert die Muskelfunktion und fördert die Knochenbildung. Bei Gelenkschwellungen unterstützt der Polyporus die Lymphe.

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